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Antike Barock Möbel und Möbel im Barock Stil bei Antik Held


Antike Barock Möbel stammen etwa aus der Zeit zwischen 1600 und 1770. Echte Barock Möbel sind schon allein aufgrund ihres hohen Alters heute rar und kostbar. Trotzdem kann ein gut aufgearbeitetes originales Möbel der Epoche auch heute noch durchaus zu Wohnzwecken dienen. Beliebte Möbel des Barock wie die typischen geräumigen Wäschetruhen oder großen Barock Schränke aus Eiche sind ebenso robust wie repräsentativ. Auch wenn diese Stücke in der Regel eher aus einfacheren Haushalten der Zeit stammen und in Form und Ausgestaltung manchmal mehr zweckmäßig als prunkvoll sind: Wer ein solches authentisches Stück sein eigen nennt, besitzt etwas von bleibendem Wert.

Im Stil des Historismus erlebte das Barock im 19. Jahrhundert eine Renaissance als historisches Zitat. In dieser Zeit gefertigte stilreine Barock Möbel sind heute ebenfalls wertvolle Antiquitäten.

Nicht zuletzt ist die Epoche des Barock auch in unseren Tagen noch eine Quelle der Inspiration für die Hersteller von Stilmöbeln. Die aufwändige handwerkliche Fertigung der barocken Einzelstücke aus wertvollen Materialien und ihre solide, herrschaftliche Erscheinung machen auch Neo Barock Möbel in jeder Hinsicht zum Gegensatz moderner, für die Massen- und Wegwerfgesellschaft entworfener und gefertigter Möbel. Barock Stil Möbel sind langlebige Unikate, die die Sehnsucht nach echten, bleibenden Werten verkörpern.


Ein Blick auf die Epoche des Barock

Politisch fällt die kunst- und kulturgeschichtliche Epoche des Barock mit dem Zeitalter des Absolutismus und mit den Gegenreformationsbestrebungen der römisch-katholischen Kirche zusammen.

Absolutistische Herrscher - allen voran der französische "Sonnenkönig" Ludwig XIV - nutzen die Pracht des Barock-Stils zur Inszenierung ihrer Macht. Nach dem Vorbild von Versailles entstehen vielerorts in Europa barocke Schlösser und Paläste: in Deutschland etwa das Barockschloss Mannheim, die prunkvolle Würzburger Residenz, Sitz der Würzburger Fürstbischöfe oder das barocke Ensemble der sächsischen Residenzstadt Dresden. Auch das wohlhabende Bürgertum strebt bereits danach, seinen Lebensstil dem des Adels anzupassen. Bürgerhäuser und bürgerliche Einrichtungen der Zeit spiegeln ebenfalls die Formen und Werte des Barock.

In der prunkvollen barocken Kirchenkunst feiert sich der römisch-katholische Glaube und setzt sich mit großen, üppig ausgestatteten Sakralbauten wie dem Petersdom im Vatikan in markanten Gegensatz zur aufstrebenden protestantischen Religion, die auf Rituale und optische Überwältigung der Gläubigen aus Prinzip weitgehend verzichtet.


Barock Möbel: Repräsentative Möbel für repräsentative Bauten

Die großen Repräsentationsbauten der Zeit benötigen auch eine adäquat aufwändige Einrichtung. Im Zusammenspiel mit der Architektur dienen auch barocke Möbel der Repräsentation. Schwer, prunkvoll, dauerhaft: So spiegelt sich der Anspruch ihrer mehr oder weniger mächtigen Besitzer in Kabinetts, Kommoden, Truhen, Tischen und Sitzmöbeln. Charakteristisch für Möbel des Barock sind folgende Merkmale:


  • große, oft wuchtig und unbeweglich wirkende Stücke

  • geschwungene, aber stets symmetrische Formen

  • vergoldet, bemalt oder mit aufwändigen Intarsienarbeiten geschmückt

  • gegenständliche Schnitzereien an Lehnen, Beinen, Rändern, Ecken und Kanten

  • typische Motive: Blätter (insbesondere das bereits in der Antike beliebte Akanthusblatt), Blüten, Ranken ("Bandelwerk"), mythologische Darstellungen

  • typische Hölzer: der Favorit für repräsentative Möbel ist Nussbaum

  • Eiche ist bei Gebrauchsmöbeln wie Schränken und Truhen häufig anzutreffen


Aufwändige Malereien, prachtvolle Schnitzereien, kunstvolle Metallbeschläge und Einlegearbeiten mit verschiedenfarbigen Hölzern, gern kontrastiert mit Perlmutt, Zinn oder Halbedelsteinen, zeugen vom großen Können der damaligen Handwerker. Durch Handelsbeziehungen mit Asien hielten, ausgehend von England, auch exotische Materialien wie Ebenholz, Elfenbein und Schildpatt und asiatische Handwerkstechniken wie die Schellackpolitur oder die Lackmalerei Einzug in europäische Möbelwerkstätten.

Aber barocke Möbel sind nicht nur repräsentativ, sondern oft auch erstaunlich zweckmäßig und behaglich. Zweitürige oder sogar viertürige Kleiderschränke sind eine Neuerung der Epoche, sie dienen der hängenden Aufbewahrung der kostbaren, ausladenden Kleidungsstücke der Zeit. Auch das Polsterhandwerk erlebt im Barock eine erste Blüte. Erstmals gelingt es, Rosshaar in mehreren Schichten formbeständig auch auf Lehnen und geschwungenen Möbelteilen zu fixieren. So entstehen bequem gepolsterte Stühle und prächtige, mit Samt, Seide oder Leder bezogene Armsessel. Mit Sprungfedern gepolsterte Sessel im barocken Stil entstammen dagegen der Epoche des Historismus: Die Federkernpolsterung wurde erst um 1850 erfunden.


Barock* Möbel: Kleine Stilkunde

Zum Frühbarock gehören der französische Louis-treize Stil und der britische Restoration Stil. Der prägende Stil des Hochbarock ist der Louis-quatorze Stil. Das protestantische England mit seiner parlamentarischen Monarchie setzt dem opulenten Stil den schlichteren William & Mary Stil entgegen. Das ins Rokoko übergehende Spätbarock bringt zierlichere, verspieltere Formen. In Frankreich fallen hierunter der Régence und der Louis-quinze Stil, in England der einfachere Queen Anne und Georgian Style.
 
Frankreich England
Frühbarock Louis-treize Restoration
Hochbarock Louis-quatorze William & Mary
Spätbarock Régence Queen Anne
Rokoko Louis-quinze Georgian


Weniger bekannte, aber bei Kunsthistorikern und Antiquitätenliebhabern durchaus namhafte Stile sind der heute so bezeichnete Braunschweiger Barock, oder auch der Flämische Barock. Hier verschmelzen in Architektur und Mobiliar barocke Einflüsse aus Italien und Frankreich mit Elementen einer weniger überfeinerten, manchmal noch fast mittelalterlich anmutenden Formensprache.

Die meisten dieser Stile erleben auch während des Historismus im 19. Jahrhundert ein mehr oder weniger ausgeprägtes Revival.

Obschon die Ursprünge des barocken Stils in der italienischen Sakralkunst des 16. und 17. Jahrhunderts liegen, und das italienische Barock in Musik, Architektur und Malerei europaweit prägend war, hat Italien keinen eigenständigen barocken Möbelstil mit internationaler Strahlkraft hervorgebracht. Dagegen haben heute dort gefertigte italienische Barock* Möbel einen besonders guten Namen: Italienische Unternehmen wie Angelo Cappellini, Roberto Giovannini und Provasi gehören zu den bekanntesten Herstellern von Stilmöbeln verschiedener Epochen.


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