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Antike Schränke und alte Schränke kaufen bei Antik Held!


Antike Schränke sind Zeugnisse historischer Handwerkskunst, deren Reiz sich kein Freund alter Möbel entziehen kann. Sorgsam vom Schreiner von Hand gefertigt, über Generationen weitergegeben und immer wieder neu mit geschätzten Habseligkeiten und und simplen Dingen des täglichen Gebrauchs gefüllt: Ein antiker Schrank kann Geschichten erzählen.


Geschichte des Schrankes

Die Geschichte des Schrankes beginnt in der Renaissance. Sein Vorläufer ist die Truhe oder Lade, in der bis ins Mittelalter Wäsche und Kleidungsstücke verstaut wurden. Das (vergleichsweise wenige) Geschirr in mittelalterlichen Küchen bewahrte man auf schmalen Holzborden oder Bänken auf.

Die Idee, eine Kastentruhe aufrecht zu stellen, führte zum eintürigen Schank. Ein besonders prächtiges Exemplar vom Anfang des 16. Jahrhundert ist in der Eisenacher Wartburg zu besichtigen. Der große, reich mit Schnitzereien verzierte spätgotische Dürerschrank besteht aus vier aufrecht gestellten Truhen, die noch einzeln herausnehmbar sind. Der Typus des sogenannten Fassadenschranks ist in der Renaissance vor allem in Süddeutschland beliebt. Die Front des Schranks ist architektonisch dreidimensional gestaltet. Durch vorgesetzte Säulen, dreieckige Giebelfelder und den oberen Abschluss in Form eines vorspringenden Simses mit geschnitztem Fries bekommt der imposante alte Schrank das Aussehen eines kleinen Gebäudes. Auch antike Schränke jüngerer Epochen (vor allem der Gründerzeit) zeigen deutliche Architekturelemente, wie seitlich angedeutete Säulen oder ein vorspringendes Gesims.

Im Barock entsteht der zwei- oder mehrtürige Kleiderschrank mit großem Innenraum, der der hängenden Aufbewahrung der ebenso kostbaren wie voluminösen Gewänder der Zeit dient. Der geräumige zwei- oder dreitürige Schrank wurde seitdem zum Standard für Kleider- und Garderobenschränke. Eintürige, oft in den Familien handgearbeitete Bauernschränke hielten sich in ländlichen Regionen bis ins 19. Jahrhundert.


Alte Schränke kaufen: Ein Schrank für jeden Zweck

Auch die weitere Differenzierung des Schrankes nimmt im Barock ihren Anfang.


  • Der barocke Kabinettschrank, hinter dessen Türen sich zahlreiche wiederum verschließbare kleine Fächer (oft auch Geheimfächer...) zur Aufbewahrung von Papieren, Wertsachen und Schmuck verbergen, ist meist selbst eine prunkvoll verzierte Kostbarkeit.

  • Der zweiteilige Aufsatzschrank entsteht durch Kombination eines Kabinetts mit einem Kommoden- oder Halbschrankunterteil. Aus dem Aufsatzschrank entwickelt sich im 18. Jahrhundert die Anrichte, die in bürgerlichen Speisezimmern des 19. Jahrhunderts zur Aufbewahrung von Geschirr, Silber, Gläsern und Tischwäsche und zum Anrichten von Speisen diente. Mit der zunehmenden Nutzung der Küche als Raum, in dem das Personal, die Kinder und alltags auch die Familie aß, entwickelte sich eine meist schlichtere (nicht furnierte und polierte) Version der Anrichte als Küchenbuffet. Auch am antiken Küchenschrank schätzen wir die zweiteilige Form mit Unterteil, Anrichte, oft verglastem Oberteil und liebenswerten küchentypischen Spezialisierungen.

  • Der Geschirrschrank oder Vitrinenschrank - oft auch an den Seitenflächen verglast - dient nicht notwendig der Aufbewahrung von nutzbarem Geschirr, sondern oft eher der repräsentativen Präsentation von wertvollem Porzellan und Nippes.

  • Das Rokoko mit seiner Vorliebe für zierliche Möbel erfindet den eintürigen Schrank neu. Der schlanke Pfeilerschrank lässt sich hervorragend zwischen den Fenstern einer Fensterfront platzieren. Mit Schubladen, Vitrinenteil, massiver oder verglaster Tür, bietet er Platz, um hübsche Sammelstücke ansprechend zu präsentieren.

  • Auch die Kommode kommt erstmals im frühen Rokoko auf. Ihr Verwandter ist der Halbschrank, eine kleinere Variante des sonst mindestens mannshohen Schrankes. Das Vertiko, ein Zierschrank mittlerer Höhe, war in der Gründerzeit beliebt.

  • Der Sekretär oder Schreibschrank bietet ein Innenleben mit ausklappbarer Schreibplatte, Fächern und Sammlungsschubladen, dazu meist ein Kommoden- oder Halbschrankunterteil und ein Oberteil mit weiterem Stauraum.

  • Der zweitürige Bücherschrank mit Regalborden und ganz oder teilweise verglasten Türen entstand erst mit der Verbreitung des häuslichen Lesens. Erste Bücherschränke stammen aus dem 18. Jahrhundert. Im späten Klassizismus und im deutschen Biedermeier, parallel in der Viktorianischen Zeit in Großbritannien, besaß praktisch jeder bürgerliche Haushalt einen Bücherschrank. Viele schöne antike Exemplare stammen aus dieser Zeit.



Schränke für den Alltag, Schränke für den Salon

In adligen und großbürgerlichen Haushalten gab es seit dem Barock eine deutliche Trennung zwischen den in den Wohnräumen stehenden Schränken, die eher Repräsentationszwecken dienten, und den Schränken, in denen Alltagsgegenstände wie Wäsche, Kleidung und Essgeschirr aufbewahrt wurden. Letztere standen in großen Fluren, Dielen oder Ankleidezimmern, in denen sie für das Personal leicht zugänglich waren. Der Hallenschrank, Dielenschrank, Wäscheschrank oder Garderobenschrank ist massiv und oft außerordentlich groß. Hinter zwei, drei oder vier Türen bietet er auf zahlreichen Borden, an Stangen und Haken reichlich Platz zum Verstauen von Tisch- und Bettwäsche, Handtüchern und Kleidungsstücken. Die Stilmerkmale der Epochen bleiben an diesen antiken Schränken zwar sichtbar, treten jedoch gegenüber ihrem handfesten praktischen Zweck meist in den Hintergrund. Für uns häufig ein Grund, diese Möbelstücke besonders zu schätzen: Sie fügen sich in jede Einrichtung ein und wirken nie überladen.

Ein weiteres interessantes historisches Möbel ist der Brandschrank. Er besteht aus zwei oder drei lose aufeinander gestellten Schrankteilen. Jedes dieser Teile besitzt Tragegriffe an den Seiten, mittels derer der Schrank und dessen wichtiger Inhalt im Falle eines Brandes (in Zeiten offener Feuerstellen in Wohnräumen und Küchen eine viel akutere Gefahr als heute) schnell und einfach aus dem Haus getragen werden konnte.


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